Kuh, Rote junge – Bibel-Lexikon

Bei der roten jungen Kuh handelt es sich um ein einzigartiges Opfer. Sie wurde außerhalb des Lagers geschlachtet und ihr Blut wurde von dem Priester siebenmal gegen die Vorderseite des Zeltes der Zusammenkunft hin gesprengt. Die Kuh wurde anschließend komplett verbrannt und der Priester sollte Zedernholz und Ysop und Karmesin mitten in den Brand der jungen Kuh werfen. Die Asche wurde gesammelt und außerhalb des Lagers an einen reinen Ort geschüttet. Wenn die Asche benutzt wurde, mischte eine reine Person etwas von der Asche mit lebendigem Wasser und tauchte danach einen Ysop in das Wasser und sprengte es auf z.B. auf die Person oder das Zelt, das unrein war. Es war ein Wasser der Absonderung - eine Reinigung von der Sünde.

Die Anordnung über die rote junge Kuh war eine außergewöhnliche Form des Sündopfers. Es hatte nicht die Sühnung im Blick, sondern die Reinigung durch Wasser derjenigen, die ihren Wohnsitz im Lager hatten, wo das Heiligtum des HERRN stand, und sich auf ihrem Weg verunreinigt hatten (4. Mo 5,1-4). Gegründet auf das am Kreuz vollzogene Gericht über die Sünde entspricht es 1. Johannes 1,9. Die Fußwaschung derer, die rein sind, wie sie der Herr in Johannes 13,3-15 lehrt, hat diesen Charakter der Reinigung durch Wasser. Der Heilige Geist wendet durch das Wort die Wahrheit des am Kreuz Christi vollzogenen Gerichts über die Sünde auf Herz und Gewissen an, um den Gläubigen zu reinigen, ohne erneuerte Blutvergießung (4. Mo 19,1-22; Heb 9,13). Johannes 13 geht jedoch noch weiter. Der Herr spricht dort von seinem Hingehen aus dieser Welt zu dem Vater und wendet diese Wahrheit auf den Wandel seiner Jünger an.


Verweise auf diesen Artikel

Rötliche Kuh | Rote, junge Kuh


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Judentum

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