Sidon – Bibel-Lexikon

Der älteste Sohn Kanaans, des Sohnes Hams und die Stadt in Phönizien, die durch seine Nachkommen erbaut wurde (1. Mo 10,15.19).

In der Schrift wird fast immer Tyrus zuerst erwähnt, obwohl es wahrscheinlich ist, dass in frühen Tagen Sidon die Oberhoheit innehatte. Dies führte dazu, dass das Gebiet von Phönizien Sidon und seine Bewohner Sidonier genannt wurden.

In Josua 11,8 und Josua 19,28 wird sie „Sidon, die große Stadt" genannt. Die Stadt fiel an das Erbteil Asers, doch die Aseriter trieben ihre Bewohner nicht aus, was zur Folge hatte, dass die Israeliten den Göttern Sidons dienten (Ri 1,31; 10,6). Salomo liebte einige der Frauen Sidons und ahmte ihre Form des Götzendienstes nach (1. Kön 11,1.33).

Die Propheten weissagen über die Zerstörung Sidons. Sie wird angeklagt, ein „stechender Dorn" und ein „schmerzender Stachel" für das Haus Israel zu sein (Hes 28,21–24). Der HERR spricht von Sidon in Verbindung mit Tyrus, dass sie „mein Silber und Gold ... und meine besten Kleinode" weggenommen und in ihre heidnischen Tempel gebracht und die Kinder Judas an die Griechen verkauft haben, um sie weit von ihrer Grenze zu entfernen (Joel 4,4–8).

Eine warnende Nachricht wurde durch Jeremia an den König von Sidon und die Könige der umliegenden Länder gerichtet. Sie wurden ermahnt, sich Nebukadnezar, dem Diener des HERRN, zu unterwerfen (Jer 27,3). Wir lesen nicht, dass Nebukadnezar Sidon einnahm, vielmehr trug seine sehr lange Belagerung der Stadt Tyrus sicherlich zu einer Bereicherung Sidons bei. Die Stadt wird in den folgenden Stellen erwähnt: 1. Mose 49,13; Jesaja 23,2–12; Jeremia 25,22; 47,4; Hesekiel 27,8; Sacharja 9,2 u.v.m.

Der Herr Jesus besuchte die Küsten Sidons und sagte, dass es Tyrus und Sidon erträglicher ergehen werde am Tage des Gerichts als den Städten, in denen er Wunderwerke getan hatte (Mt 11,21.22; 15,21; Apg 12,20; 27,3).

Die Zerstörung Sidons war bemerkenswert. Die Sidonier lehnten sich gegen die Perser auf, aber Tennes, ihr König, wechselte die Fronten und verriet sie. Als die Stadt belagert wurde, ergaben sich viele der Einwohner, doch sie wurden grausam erschlagen. Sie hatten ihre Schiffe verbrannt, damit niemand fliehen konnte. Als sie kein wirksames Mittel zur Verteidigung mehr sahen, schlossen sie sich in ihrer Verzweiflung in ihren Häusern ein, steckten diese in Brand, und starben in den Flammen. Dies ereignete sich im Jahr 351 v.Chr. Die Stadt wurde nach dieser Zerstörung allmählich wieder aufgebaut und entwickelte sich wieder zu einer blühenden Stadt. Heute heißt sie Saida, 33° 34' N, hat etwa 37500 Einwohner und gehört zum Staat Libanon. Es gibt dort noch viele Ruinen.

Im Hebräischen ist ihr Name Tzidon; Sidon ist die griechische Form dieses Namens.


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