Timotheus – Bibel-Lexikon

Bedeutung des Namens
Timótheus = „Fürchtegott“

Ein junger Mann, den Paulus „mein echtes Kind im Glauben" nennt (1. Tim 1,2). Seine Mutter Eunike war eine Jüdin, und sein Vater war ein Grieche. Er war offensichtlich in Gottesfurcht erzogen worden, da er die heiligen Schriften von Kind auf kannte. Paulus erwähnt außerdem den ungeheuchelten Glauben seiner Mutter und seiner Großmutter Lois (2. Tim 1,5). Er wollte Timotheus gerne auf seine Reisen mitnehmen und beschnitt ihn wegen der Juden. Von Lystra aus begleitete dieser den Apostel nach Macedonien, aber er und Silas blieben in Beröa zurück. In Athen schlossen sie sich Paulus wieder an, und Timotheus wurde nach Thessalonich gesandt, wovon er Paulus in Korinth Bericht erstattete (Apg 16,1-10; 17,14; 1. Thes 3,1.2).

Während Paulus’ Aufenthalt in Ephesus war Timotheus bei ihm und wurde nach Korinth gesandt. In Macedonien war er aber wieder bei Paulus, als der zweite Brief an die Korinther geschrieben wurde. Er war auch bei Paulus, als der Brief an die Römer von Korinth aus geschrieben wurde. Als Paulus nach Asien zurückkehrte, indem er Macedonien durchquerte, wartete Timotheus in Troas auf ihn (Apg 20,3-5). Er war bei Paulus in Rom, als er die Briefe an die Kolosser, an Philemon und an die Philipper schrieb. An einem unbekannten Ort und zu unbekannter Zeit litt Timotheus im Gefängnis, da die Schrift von seiner Freilassung berichtet (Heb 13,23). Paulus bat ihn, in Ephesus zu bleiben, um die Brüder vor falschen Lehrern zu warnen (1. Tim 1,3), und im zweiten Brief bittet er ihn, sich zu befleißigen, zu ihm zu kommen. Er sollte Markus mitbringen, außerdem den Mantel, den er in Troas zurückgelassen hatte, die Bücher und die Pergamente (2. Tim 4,9.11.13).

Am Ende von Paulus’ Leben war ihm der sehr geliebte Timotheus auf diese Weise eine Hilfe, und Paulus bediente sich seiner hingebungsvollen Arbeit. Er gab von ihm Zeugnis, dass er außer Timotheus keinen Gleichgesinnten hatte, da alle das Ihre suchten (Phil 2,20.21). Und als Paulus’ Lauf fast vollendet war, fand er in Timotheus jemanden, dem er sein Werk anvertrauen konnte, indem er ihn in Bezug auf die Ordnung des Hauses Gottes und das Verhalten darin unterwies. Der Apostel warnte und ermahnte ihn mit der Inbrunst eines geistlichen Vaters und kümmerte sich sogar um die Gesundheit seines Leibes, indem er ihm riet, etwas Wein wegen seines häufigen Unwohlseins zu nehmen (1. Tim 5,23). Das letzte Wort an ihn in seinen Briefen ist: „Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch!"

Timotheus kann als der typische Diener betrachtet werden, der nach dem Heimgang der Apostel zurückbleibt, bis zum Kommen des Herrn. Paulus war um die Fortsetzung der Wahrheit besorgt, die er durch solche Diener gelehrt hatte.


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