Johannes 7 – Studienbibel

Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932 (Vorwort)
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Ansicht

1 Und nach diesem wandelte JesusJesus in GaliläaGaliläa; denn er wollte nicht in JudäaJudäa wandelnwandeln, weil die Juden ihn zu töten suchten. 2 Es war aber nahe das Fest der Juden, die LaubhüttenLaubhütten. [Mt 19,1; Mk 10,1; Lk 9,51-56] 3 Es sprachensprachen nun seine BrüderBrüder zu ihm: Ziehe von hinnen und geh nach JudäaJudäa, auf daß auch deine JüngerJünger deine WerkeWerke sehen, die du tust; 4 denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht dabei selbst öffentlich bekannt zu sein. Wenn du diese Dinge tust, so zeige dich der WeltWelt; 5 denn auch seine BrüderBrüder glaubten nicht an ihn. 6 Da spricht JesusJesus zu ihnen: Meine ZeitZeit ist noch nicht da, eure ZeitZeit aber ist stets bereit. 7 Die WeltWelt kann euch nicht hassen; mich aber haßt sie, weil ich von ihr zeuge, daß ihre WerkeWerke böse sind. 8 Gehet ihr hinauf zu diesem FesteFeste; ich gehe nicht hinauf zu diesem FesteFeste; denn meine ZeitZeit ist noch nicht erfüllt. 9 Nachdem er dies zu ihnen gesagt hatte, blieb er in GaliläaGaliläa. 10 Als aber seine BrüderBrüder hinaufgegangen waren, da ging auch er hinauf zu dem FesteFeste, nicht offenbarlich, sondern wie im Verborgenen. 11 Die Juden nun suchten ihn auf dem FesteFeste und sprachensprachen: Wo ist jener? 12 Und viel Gemurmel war über ihn unter den Volksmengen; die einen sagten: Er ist gut; andere sagten: Nein, sondern er verführt die Volksmenge. 13 Niemand jedoch sprach öffentlich von ihm aus Furcht vor den Juden.

14 Als es aber schon um die Mitte des FestesFestes war, ging JesusJesus hinauf in den TempelTempel und lehrte. 15 Da verwunderten sich die Juden und sagten: Wie besitzt dieser Gelehrsamkeit, da er doch nicht gelernt hat? 16 Da antwortete ihnen JesusJesus und sprach: Meine LehreLehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von1 der LehreLehre wissenwissen, ob sie aus GottGott ist, oder ob ich aus2 mir selbst rede. 18 Wer aus3 sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre4; wer aber die Ehre5 dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und Ungerechtigkeit ist nicht in ihm. 19 Hat nicht MosesMoses euch das GesetzGesetz gegeben? und keiner von euch tut das GesetzGesetz. Was suchet ihr mich zu töten? 20 Die Volksmenge antwortete [und sprach]: Du hast einen DämonDämon; wer sucht dich zu töten? 21 JesusJesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert euch. 22 Deswegen gab MosesMoses6 euch die BeschneidungBeschneidung, (nicht daß sie von MosesMoses sei, sondern von den VäternVätern) und am Sabbath beschneidet ihr einen Menschen. 23 Wenn ein MenschMensch die BeschneidungBeschneidung am Sabbath empfängt, auf daß das Gesetz MosesGesetz Moses' nicht gebrochen werde, zürnet ihr mir, daß ich einen Menschen ganz7 gesund gemacht habe am Sabbath? 24 Richtet nicht nach dem Schein, sondern richtet ein gerechtes8 GerichtGericht. 25 Es sagten nun etliche von den Bewohnern JerusalemsJerusalems: Ist das nicht der, welchen sie zu töten suchen? 26 und siehe, er redet öffentlich, und sie sagen ihm nichts. Haben denn etwa die Obersten in WahrheitWahrheit erkannt, daß dieser der Christusder Christus ist? 27 Diesen aber kennen wir, woher er ist; wenn aber der Christusder Christus kommt, so weiß niemand, woher er ist. 28 JesusJesus nun rief im TempelTempel, lehrte und sprach: Ihr kennet mich und wisset auch, woher ich bin; und ich bin nicht von mir selbst gekommen, sondern der mich gesandt hat ist wahrhaftig, welchen ihr nicht kennet. 29 Ich kenne ihn, weil ich von ihm9 bin, und er mich gesandt hat. 30 Da suchten sie ihn zu greifen; und niemand legte die Hand an ihn, weil seine StundeStunde noch nicht gekommen war. 31 Viele aber von der Volksmenge glaubten an ihn und sprachensprachen: Wenn der Christusder Christus kommt, wird er wohl mehr ZeichenZeichen tun als die, welche dieser getan hat? 32 Die PharisäerPharisäer hörten die Volksmenge dies über ihn murmeln; und die PharisäerPharisäer und die Hohenpriester sandten DienerDiener, daß sie ihn greifen möchten. 33 Da sprach JesusJesus: Noch eine kleine ZeitZeit bin ich bei euch, und ich gehe hin zu dem, der mich gesandt hat. 34 Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen. 35 Es sprachensprachen nun die Juden zueinander: Wohin will dieser gehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er etwa in die ZerstreuungZerstreuung der GriechenGriechen10 gehen und die GriechenGriechen lehren? 36 Was ist das für ein WortWort, das er sprach: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen?

37 An dem letzten, dem großen TageTage des FestesFestes aber stand JesusJesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke. 38 Wer an mich glaubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. 39 Dies aber sagte er von dem GeisteGeiste, welchen die an ihn Glaubenden empfangen sollten; denn noch war der GeistGeist nicht da, weil JesusJesus noch nicht verherrlicht worden war. 40 Etliche nun aus der Volksmenge sagten, als sie diese WorteWorte hörten: Dieser ist wahrhaftig der ProphetProphet. 41 Andere sagten: Dieser ist der Christusder Christus. Andere sagten: Der ChristusDer Christus kommt doch nicht aus GaliläaGaliläa? 42 Hat nicht die Schrift gesagt: Aus dem Samen DavidsDavids und aus BethlehemBethlehem, dem DorfeDorfe, wo DavidDavid war, kommt der Christusder Christus? 43 Es entstand nun seinethalben eine SpaltungSpaltung in der Volksmenge. 44 Etliche aber von ihnen wollten ihn greifen, aber keiner legte die Hände an ihn. 45 Es kamen nun die DienerDiener zu den Hohenpriestern und PharisäernPharisäern, und diese sprachensprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? 46 Die DienerDiener antworteten: Niemals hat ein MenschMensch so geredet wie dieser MenschMensch. 47 Da antworteten ihnen die PharisäerPharisäer: Seid ihr denn auch verführt? 48 Hat wohl jemand von den Obersten an ihn geglaubt, oder von den PharisäernPharisäern? 49 Diese Volksmenge aber, die das GesetzGesetz nicht kennt, sie ist verflucht! 50 Da spricht NikodemusNikodemus zu ihnen, der einer von ihnen war: 51 Richtet denn unser GesetzGesetz den Menschen, eheehe es zuvor von ihm selbst gehört und erkannt hat, was er tut? 52 Sie antworteten und sprachensprachen zu ihm: Bist du etwa auch aus GaliläaGaliläa? Forsche und sieh, daß aus GaliläaGaliläa kein ProphetProphet aufsteht. 53 [Und ein jeder ging nach seinem HauseHause.

Fußnoten

  • 1 d.h. hinsichtlich
  • 2 W. von
  • 3 W. von
  • 4 O. Herrlichkeit
  • 5 O. Herrlichkeit
  • 6 O. ... ihr alle verwundert euch deswegen. Moses gab usw.
  • 7 Eig. einen ganzen Menschen
  • 8 Eig. das gerechte
  • 9 Eig. von ihm her
  • 10 d.h. zu den unter den Griechen zerstreut wohnenden Juden