Johannes 5 – Studienbibel

Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932 (Vorwort)
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Ansicht

1 Nach diesem war ein Fest der Juden, und JesusJesus ging hinauf nach JerusalemJerusalem. 2 Es ist aber in JerusalemJerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der auf hebräischhebräisch BethesdaBethesda zubenamt ist, welcher fünffünf Säulenhallen hat. 3 In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, Dürrer, [die auf die Bewegung des Wassers warteten. 4 Denn zu gewissengewissen ZeitenZeiten stieg ein EngelEngel in den Teich herab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, ward gesund, mit welcher KrankheitKrankheit irgend er behaftet war.] 5 Es war aber ein gewisser MenschMensch daselbst, der achtunddreißig JahreJahre mit seiner KrankheitKrankheit behaftet war. 6 Als JesusJesus diesen daliegen sah und wußte, daß es schon lange ZeitZeit also mit ihm war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? 7 Der Kranke antwortete ihm: HerrHerr, ich habe keinen Menschen, daß er mich, wenn das Wasser bewegt worden ist, in den Teich werfe; indem ich aber komme, steigt ein anderer vor mir hinab. 8 JesusJesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein BettBett auf und wandle! 9 Und alsbaldalsbald ward der MenschMensch gesund und nahm sein BettBett auf und wandelte. Es war aber an jenem TageTage Sabbath. 10 Es sagten nun die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbath, es ist dir nicht erlaubt, das BettBett zu tragen. 11 Er antwortete ihnen: Der mich gesund machtemachte, der sagte zu mir: Nimm dein BettBett auf und wandle. 12 [Da] fragten sie ihn: Wer ist der MenschMensch, der zu dir sagte: Nimm [dein BettBett] auf und wandle? 13 Der Geheilte aber wußte nicht, wer es sei; denn JesusJesus war entwichen, weil eine Volksmenge an dem Orte war. 14 Danach findet JesusJesus ihn im TempelTempel, und er sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, auf daß dir nichts Ärgeres widerfahre. 15 Der MenschMensch ging hin und verkündete den Juden, daß es JesusJesus sei, der ihn gesund gemacht habe. 16 Und darum verfolgten die Juden Jesum [und suchten ihn zu töten], weil er dies am Sabbath tat. 17 JesusJesus aber antwortete ihnen: Mein VaterVater wirkt bis jetzt, und ich wirke. 18 Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbath brach, sondern auch GottGott seinen eigenen VaterVater nannte, sich selbst GottGott gleich machend. 19 Da antwortete JesusJesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Der SohnDer Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den VaterVater tun sieht; denn was irgend er tut, das tut auch der Sohnder Sohn gleicherweise. 20 Denn der VaterVater hat den SohnSohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere WerkeWerke als diese zeigen, auf daß ihr euch verwundert. 21 Denn gleichwie der VaterVater die Toten auferweckt und lebendig machtmacht, also machtmacht auch der Sohnder Sohn lebendig, welche er will. 22 Denn der VaterVater richtet auch niemand, sondern das ganze GerichtGericht hat er dem SohneSohne gegeben, 23 auf daß alle den SohnSohn ehren, wie sie den VaterVater ehren. Wer den SohnSohn nicht ehrt, ehrt den VaterVater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch: Wer mein WortWort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Lebenewiges Leben und kommt nicht ins GerichtGericht, sondern er ist aus dem TodeTode in das LebenLeben übergegangen. 25 Wahrlich, wahrlich, ich sagesage euch, daß die1 StundeStunde kommt und jetzt ist, da die Toten die Stimme des SohnesSohnes GottesGottes hören werden, und die sie gehört haben, werden lebenleben. 26 Denn gleichwie der VaterVater LebenLeben in sich selbst hat, also hat er auch dem SohneSohne gegeben, LebenLeben zu haben in sich selbst; 27 und er hat ihm GewaltGewalt gegeben, [auch] GerichtGericht zu halten, weil er des Menschen SohnSohn ist. 28 Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die2 StundeStunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören, 29 und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur AuferstehungAuferstehung des LebensLebens, die aber das Böse3 verübt haben, zur AuferstehungAuferstehung des GerichtsGerichts. 30 Ich kann nichts von mir selbst tun; so wie ich höre, richte ich, und mein GerichtGericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 31 Wenn ich von mir4 selbst zeuge, so ist mein ZeugnisZeugnis nicht wahr. 32 Ein anderer ist es, der von mir zeugt, und ich weiß, daß das ZeugnisZeugnis wahr ist, welches er von mir zeugt. 33 Ihr habt zu JohannesJohannes gesandt, und er hat der WahrheitWahrheit ZeugnisZeugnis gegeben. 34 Ich aber nehme nicht ZeugnisZeugnis von5 einem Menschen, sondern dies sagesage ich, auf daß ihr errettet werdet. 35 Jener war die brennende und scheinende LampeLampe; ihr aber wolltet für eine ZeitZeit in seinem6 LichteLichte fröhlich sein. 36 Ich aber habe das ZeugnisZeugnis, das größer ist als das des JohannesJohannes; denn die WerkeWerke, welche der VaterVater mir gegeben hat, auf daß ich sie vollbringe, die WerkeWerke selbst, die ich tue, zeugenzeugen von mir, daß der VaterVater mich gesandt hat. 37 Und der VaterVater, der mich gesandt hat, er selbst hat ZeugnisZeugnis von mir gegeben. Ihr habt weder jemals seine Stimme gehört, noch seine GestaltGestalt gesehen, 38 und sein WortWort habt ihr nicht bleibend in euch; denn welchen er gesandt hat, diesem glaubet ihr nicht. 39 Ihr erforschet die SchriftenSchriften7, denn ihr meinet, in ihnen ewiges Lebenewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugenzeugen; 40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, auf daß ihr LebenLeben habet. 41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe GottesGottes nicht in euch habt. 43 Ich bin in dem NamenNamen meines VatersVaters gekommen, und ihr nehmet mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen NamenNamen kommt, den werdet ihr aufnehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet und die Ehre, welche von GottGott allein8 ist, nicht suchet? 45 Wähnet nicht, daß ich euch bei dem VaterVater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, MosesMoses, auf den ihr eure HoffnungHoffnung gesetzt habt. 46 Denn wenn ihr MosesMoses glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. 47 Wenn ihr aber seinen SchriftenSchriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben?

Fußnoten

  • 1 O. eine
  • 2 O. eine
  • 3 Eig. das Schlechte
  • 4 O. über mich, betreffs meiner; so auch V. 32.36.37 usw.
  • 5 O. von seiten; so auch V. 41.44
  • 6 O. ihrem
  • 7 O. Erforschet die Schriften
  • 8 O. von dem alleinigen Gott