Prediger 1 – Studienbibel

Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932 (Vorwort)
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Ansicht

1 WorteWorte des PredigersPredigers, des SohnesSohnes DavidsDavids, des Königs in JerusalemJerusalem.

2 Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der PredigerPrediger; Eitelkeit der Eitelkeiten! alles ist Eitelkeit. 3 Welchen GewinnGewinn hat der MenschMensch bei all seiner Mühe, womit er sich abmüht unter der SonneSonne? 4 Ein GeschlechtGeschlecht geht, und ein GeschlechtGeschlecht kommt; aber die ErdeErde besteht ewiglich. 5 Und die SonneSonne geht auf, und die SonneSonne geht unter; und sie eilt ihrem Orte zu, wo sie aufgeht. 6 Der WindWind geht nach SüdenSüden, und wendet sich1 nach NordenNorden; sich wendend und wendend geht er, und zu seinen Wendungen2 kehrt der WindWind zurück. 7 Alle Flüsse gehen in das MeerMeer, und das MeerMeer wird nicht voll; an den Ort, wohin die Flüsse gehen, dorthin gehen sie immer wieder. 8 Alle Dinge mühen sich ab: niemand vermag es auszusprechen3; das Auge wird des Sehens nicht satt, und das OhrOhr nicht voll vom Hören. 9 Das was gewesen, ist das was sein wird; und das was geschehen, ist das was geschehen wird. Und es ist gar nichts NeuesNeues unter der SonneSonne. 10 Gibt es ein Ding, von dem man sagt: Siehe, das ist neuneu - längst ist es gewesen in den ZeitalternZeitaltern4, die vor uns gewesen sind. 11 Da ist kein Andenken an die Früheren; und für die Nachfolgenden, die sein werden, für sie wird es auch kein Andenken bei denen geben, welche später sein werden.

12 Ich, PredigerPrediger, war König über IsraelIsrael, in JerusalemJerusalem. 13 Und ich richtete mein HerzHerz darauf, alles mit Weisheit zu erforschen und zu erkunden, was unter dem HimmelHimmel geschieht: ein übles Geschäft5, das GottGott den Menschenkindern gegeben hat, sich damit abzuplagen. 14 Ich habe alle die Taten gesehen, welche unter der SonneSonne geschehen; und siehe, alles ist Eitelkeit und ein Haschen nach WindWind. 15 Das Krumme kann nicht gerade werden, und das Fehlende kann nicht gezählt werden.

16 Ich sprach in6 meinem Herzen und sagte: Siehe, ich habe Weisheit vergrößert und vermehrt über alle hinaus, die vor mir über JerusalemJerusalem waren, und mein HerzHerz hat Fülle von Weisheit und ErkenntnisErkenntnis gesehen; 17 und ich habe mein HerzHerz darauf gerichtet, Weisheit zu erkennen, und Unsinn7 und Torheit zu erkennen: ich habe erkannt, daß auch das ein Haschen nach WindWind ist. 18 Denn bei viel Weisheit ist viel Verdruß: und wer ErkenntnisErkenntnis mehrt, mehrt Kummer.

Fußnoten

  • 1 Eig. kreist
  • 2 Eig. Kreisungen
  • 3 d.h. mit Worten völlig zu erschöpfen
  • 4 Eig. nach Ewigkeiten (unabsehbar langen Zeiträumen) gemessen
  • 5 Das hebr. Wort bedeutet eine Beschäftigung, welche Mühe und Anstrengung kostet
  • 6 O. mit
  • 7 Eig. Tollheit; so auch Kap. 2,12