Jesaja 1 – Studienbibel

Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932 (Vorwort)
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1 Das Gesicht JesajasJesajas, des SohnesSohnes AmozAmoz', welches er über JudaJuda und JerusalemJerusalem geschaut hat in den Tagen UssijasUssijas, JothamsJothams, AhasAhas', JehiskiasJehiskias, der KönigeKönige von JudaJuda.

2 Höret, ihr HimmelHimmel, und horche auf, du ErdeErde! denn JehovaJehova hat geredet: Ich habe KinderKinder großgezogen und auferzogen, und sie sind von mir abgefallen. 3 Ein OchseOchse kennt seinen Besitzer, und ein EselEsel die KrippeKrippe seines HerrnHerrn; IsraelIsrael hat keine ErkenntnisErkenntnis, mein Volk hat kein Verständnis. 4 WeheWehe der sündigen Nation, dem Volke, belastet mit Ungerechtigkeit1, dem Samen der Übeltäter, den verderbt handelnden KindernKindern! Sie haben JehovaJehova verlassen, haben den Heiligen IsraelsIsraels verschmäht, sind rückwärts gewichen. - 5 Warum solltet ihr weiter geschlagen werden, da ihr nur den AbfallAbfall mehren würdet? Das ganze HauptHaupt ist krank, und das ganze HerzHerz ist siech. 6 Von der Fußsohle bis zum HaupteHaupte ist nichts Gesundes an ihm: Wunden und Striemen und frische Schläge; sie sind nicht ausgedrückt und nicht verbunden, und nicht erweicht worden mit ÖlÖl. 7 Euer Land ist eine WüsteWüste, eure Städte sind mit FeuerFeuer verbrannt; eure Flur - Fremde verzehren sie vor euren AugenAugen; und eine WüsteWüste ist es, gleich einer Umkehrung durch Fremde. 8 Und die TochterTochter ZionZion ist übriggeblieben wie eine HütteHütte im WeinbergeWeinberge, wie eine Nachthütte im Gurkenfelde, wie eine belagerte Stadt. 9 Wenn JehovaJehova der HeerscharenHeerscharen uns nicht einen gar kleinen ÜberrestÜberrest gelassen hätte, wie SodomSodom wären wir, GomorraGomorra gleich geworden. [Röm 9,29]

10 Höret das WortWort JehovasJehovas, VorsteherVorsteher von SodomSodom; horchet auf das GesetzGesetz unseres GottesGottes, Volk von GomorraGomorra! 11 Wozu soll mir die Menge eurer SchlachtopferSchlachtopfer? spricht JehovaJehova; ich bin satt der BrandopferBrandopfer von Widdern und des FettesFettes der Mastkälber, und am BluteBlute von Farren und Lämmern und jungen Böcken habe ich kein Gefallen. 12 Wenn ihr kommet, um vor meinem Angesicht zu erscheinen, wer hat dieses von eurer Hand gefordert, meine Vorhöfe zu zertreten? 13 Bringet keine eitle2 OpfergabeOpfergabe3 mehr! RäucherwerkRäucherwerk ist mir ein Greuel4. NeumondNeumond und Sabbath, das BerufenBerufen von VersammlungenVersammlungen: Frevel und Festversammlung mag ich nicht5. 14 Eure NeumondeNeumonde und eure Festzeiten haßt meine SeeleSeele; sie sind mir zur LastLast geworden, ich bin des Tragens müde. 15 Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine AugenAugen vor euch; selbst wenn ihr des BetensBetens viel machet, höre ich nicht: eure Hände sind voll BlutesBlutes. 16 Waschet euch, reiniget euch; schaffet die Schlechtigkeit eurer Handlungen mir aus den AugenAugen, lasset ab vom Übeltun! 17 Lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, leitet den Bedrückten; schaffet Recht der Waise, führet der Witwe Sache!

18 Kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht JehovaJehova. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie SchneeSchnee sollen sie weiß werden; wenn sie rot sind wie KarmesinKarmesin, wie WolleWolle sollen sie werden. 19 Wenn ihr willig seid und höret, so sollt ihr das Gute des Landes essenessen. 20 Wenn ihr euch aber weigert und widerspenstig seid, so sollt ihr vom SchwerteSchwerte verzehrt werden. Denn der Mund JehovasJehovas hat geredet.

21 Wie ist zur HureHure geworden die treuetreue Stadt! Sie war voll Recht, GerechtigkeitGerechtigkeit weilte darin, und jetzt Mörder! 22 Dein SilberSilber ist zu Schlacken geworden, dein edler WeinWein mit Wasser verdünnt. 23 Deine Fürsten sind Widerspenstige und Diebsgesellen, ein jeder von ihnen liebt GeschenkeGeschenke und jagt nach BelohnungenBelohnungen; der Waise schaffen sie nicht Recht, und der Witwe Sache kommt nicht vor sie.

24 Darum spricht der HerrHerr6, JehovaJehova der HeerscharenHeerscharen, der Mächtige IsraelsIsraels: HaHa! ich werde mich letzen an meinen WidersachernWidersachern und Rache nehmen an meinen Feinden. 25 Und ich werde meine Hand gegen dich wenden, und werde deine Schlacken ausschmelzen wie mit LaugensalzLaugensalz und hinwegschaffen all dein BleiBlei. 26 Und ich werde deine RichterRichter wiederherstellen wie zuerst, und deine Räte wie im AnfangAnfang. Danach wird man dich nennen: Stadt der GerechtigkeitGerechtigkeit, treuetreue Stadt. 27 ZionZion wird erlöst werden durch GerichtGericht, und seine Rückkehrenden durch GerechtigkeitGerechtigkeit. 28 Aber Zerschmetterung der Übertreter7 und der Sünder allzumal; und die JehovaJehova verlassen, werden untergehen. 29 Denn sie werden beschämt werden wegen der Terebinthen, die ihr begehrt, und ihr werdet mit Scham bedeckt werden wegen der Gärten, an denen ihr Gefallen hattet. 30 Denn ihr werdet sein wie eine TerebintheTerebinthe, deren Laub verwelkt ist, und wie ein GartenGarten, der kein Wasser hat. 31 Und der Starke wird zum Werge werden und sein Tun zum Funken; und sie werden beide miteinander verbrennen, und niemand wird löschen.

Fußnoten

  • 1 O. Schuld, Missetat
  • 2 O. falsche, lügenhafte
  • 3 O. kein eitles Speisopfer
  • 4 And. üb.: ein Greuelräucherwerk ist es mir
  • 5 Eig. vermag ich nicht zu ertragen
  • 6 Eig. ist der Spruch des Herrn; so auch später an vielen Stellen
  • 7 O. der Abtrünnigen