Judas – Studienbibel

Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932 (Vorwort)
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Ansicht

1 JudasJudas, Knecht1 Jesu Christi und BruderBruder des JakobusJakobus, den in GottGott, dem VaterVater, geliebten und in Jesu Christo2 bewahrten Berufenen: 2 BarmherzigkeitBarmherzigkeit und FriedeFriede und Liebe sei euch vermehrt!3

3 Geliebte, indem ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames HeilHeil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen. 4 Denn gewisse Menschen haben sich nebeneingeschlichen, die schon vorlängst zu diesem Gericht4 zuvor aufgezeichnet waren, Gottlose, welche die GnadeGnade unseres GottesGottes in AusschweifungAusschweifung verkehren und unseren alleinigen GebieterGebieter und HerrnHerrn JesusJesus ChristusChristus5 verleugnen.

5 Ich will euch aber, die ihr einmal alles wußtet, daran erinnern, daß der HerrHerr, nachdem er das Volk aus dem Lande Ägypten gerettet hatte, zum anderenmal die vertilgte, welche nicht geglaubt haben; 6 und EngelEngel, die ihren ersten Zustand6 nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum GerichtGericht des großen TagesTages mit ewigen KettenKetten unter der FinsternisFinsternis verwahrt. 7 Wie SodomSodom und GomorraGomorra und die umliegenden Städte, die sich, gleicherweise wie jene7, der HurereiHurerei ergaben und anderem FleischeFleische nachgingen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie des ewigen FeuersFeuers StrafeStrafe leiden. 8 Doch gleicherweise beflecken auch diese TräumerTräumer das FleischFleisch und verachten die Herrschaft und lästern Herrlichkeiten8. 9 MichaelMichael aber, der ErzengelErzengel, als er, mit dem TeufelTeufel streitend, Wortwechsel hatte um den Leib MosesMoses', wagte nicht ein lästerndes Urteil über ihn zu fällen, sondern sprach: Der HerrHerr schelte dich! 10 Diese aber lästern was9 sie nicht kennen; was irgend sie aber von NaturNatur wie die unvernünftigen TiereTiere verstehen, darin verderben sie sich. 11 WeheWehe ihnen! denn sie sind den Weg KainsKains gegangen und haben sich für LohnLohn dem Irrtum10 BalaamsBalaams überliefert, und in dem Widerspruch KorahsKorahs sind sie umgekommen. 12 Diese sind Flecken11 bei euren Liebesmahlen, indem sie ohne Furcht Festessen mit euch halten und sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden hingetrieben; spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal erstorben, entwurzelt; 13 wilde Meereswogen, die ihre eigenen Schändlichkeiten ausschäumen; Irrsterne, denen das Dunkel der FinsternisFinsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist. 14 Es hat aber auch HenochHenoch, der siebente von AdamAdam, von diesen geweissagt und gesagt: „Siehe, der HerrHerr ist gekommen inmitten seiner12 heiligen Tausende, 15 GerichtGericht auszuführen wider alle und völlig zu überführen alle ihre Gottlosen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten Worten, welche gottlose Sünder wider ihn geredet haben“. 16 Diese sind Murrende, mit ihrem Lose Unzufriedene, die nach ihren Lüsten wandeln; und ihr Mund redet stolze WorteWorte, und Vorteils halber bewundern sie Personen13.

17 Ihr aber, Geliebte, gedenket an die von den Aposteln unseres HerrnHerrn JesusJesus ChristusChristus zuvorgesprochenen WorteWorte, 18 daß sie euch sagten, daß am Ende der ZeitZeit Spötter sein werden, die nach ihren eigenen Lüsten der Gottlosigkeit wandeln. 19 Diese sind es, die sich absondern14, natürliche15 Menschen, die den GeistGeist nicht haben. 20 Ihr aber, Geliebte, euch selbst erbauend auf euren allerheiligsten Glauben, betend im Heiligen GeisteGeiste, 21 erhaltet euch selbst16 in der Liebe GottesGottes, indem ihr die BarmherzigkeitBarmherzigkeit unseres HerrnHerrn JesusJesus ChristusChristus erwartet zum ewigen LebenLeben. 22 Und die einen, welche streiten17, weiset zurecht18, 23 die anderen aber rettet mit Furcht, sie aus dem FeuerFeuer reißend,19 indem ihr auch das von dem FleischeFleische befleckte Kleid20 hasset.

24 Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seiner HerrlichkeitHerrlichkeit tadellos darzustellen vermag mit Frohlocken, 25 dem alleinigen GottGott, unserem HeilandeHeilande, durch Jesum Christum, unseren HerrnHerrn, sei HerrlichkeitHerrlichkeit, Majestät, MachtMacht und GewaltGewalt vor aller ZeitZeit und jetzt und in alle Ewigkeit21! AmenAmen.

Fußnoten

  • 1 O. Sklave
  • 2 O. für, oder durch Jesum Christum
  • 3 O. Barmherzigkeit euch, und Friede und Liebe sei vermehrt!
  • 4 O. Urteil
  • 5 O. den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus
  • 6 O. ihr Fürstentum
  • 7 Eig. diese
  • 8 O. Würden, Gewalten
  • 9 Eig. was irgend
  • 10 O. Irrwahn, Verirrung
  • 11 O. Klippen
  • 12 O. mit seinen
  • 13 O. viell.: Unzufriedene, obwohl sie ... wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte, obwohl sie ... Personen bewundern
  • 14 O. die Parteiungen machen
  • 15 O. seelische
  • 16 Eig. habet euch selbst erhalten, d.h. seid in diesem Zustande
  • 17 O. zweifeln
  • 18 O. überführet
  • 19 O. nach and. Les.: andere aber rettet, sie aus dem Feuer reißend, anderer aber erbarmet euch mit Furcht
  • 20 Eig. Unterkleid, Leibrock
  • 21 W. Zeitalter