1. Samuel 24 – Studienbibel

Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932 (Vorwort)
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Ansicht

1 Und DavidDavid zog von dannen hinauf und blieb auf den Bergfesten von EngediEngedi. 2 Und es geschah, als SaulSaul von der Verfolgung der PhilisterPhilister zurückgekehrt war, da berichtete man ihm und sprach: Siehe, DavidDavid ist in der WüsteWüste EngediEngedi. 3 Und SaulSaul nahm dreitausend auserlesene Männer aus ganz IsraelIsrael und zog hin, um DavidDavid und seine Männer auf den Steinbock-Felsen zu suchen. 4 Und er kam zu den Kleinviehhürden am Wege, wo eine Höhle war, und SaulSaul ging hinein, um seine Füße zu bedecken; DavidDavid aber und seine Männer saßen am hinteren Ende der Höhle. 5 Da sprachensprachen die Männer DavidsDavids zu ihm: Siehe, das ist der TagTag, von welchem JehovaJehova zu dir gesagt hat: Siehe, ich werde deinen Feind in deine Hand geben, und tue ihm, wie es gut ist in deinen AugenAugen. Und DavidDavid stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem OberkleideOberkleide SaulsSauls ab. 6 Aber es geschah hernach, da schlug dem DavidDavid sein HerzHerz, darum daß er den Zipfel von dem OberkleideOberkleide SaulsSauls abgeschnitten hatte; 7 und er sprach zu seinen Männern: JehovaJehova lasse es fern von mir sein, daß ich so etwas an meinem HerrnHerrn, dem Gesalbten JehovasJehovas, tun sollte, meine Hand gegen ihn auszustrecken! denn er ist der GesalbteGesalbte JehovasJehovas. 8 Und DavidDavid wehrte seinen Männern mit diesen Worten und ließ ihnen nicht zu, sich wider SaulSaul zu erheben. Und SaulSaul stand auf aus der Höhle und zog seines1 Weges.

9 Und nachher machtemachte DavidDavid sich auf, und er ging aus der Höhle hinaus und rief hinter SaulSaul her und sprach: Mein HerrHerr König! Und SaulSaul blickte hinter sich, und DavidDavid neigte sein Antlitz zur ErdeErde und beugte sich nieder. 10 Und DavidDavid sprach zu SaulSaul: Warum hörst du auf die WorteWorte der Menschen, welche sagen: Siehe, DavidDavid sucht dein Unglück? 11 Siehe, an diesem TageTage haben deine AugenAugen gesehen, daß JehovaJehova dich heute in meine Hand gegeben hat in der Höhle. Und man sagte mir, ich solle dich töten2; aber mein Auge schonte deiner, und ich sprach: Ich will meine Hand nicht wider meinen HerrnHerrn ausstrecken, denn er ist der GesalbteGesalbte JehovasJehovas! 12 Und sieh, mein VaterVater, ja, sieh den Zipfel deines OberkleidesOberkleides in meiner Hand! Denn daß ich einen Zipfel deines OberkleidesOberkleides abgeschnitten und dich nicht getötet habe, daran erkenne und sieh, daß nichts Böses in meiner Hand ist, noch ein Vergehen, und daß ich nicht an dir gesündigt habe; du aber stellst meinem LebenLeben nach, um es zu nehmen. 13 JehovaJehova richte zwischen mir und dir, und JehovaJehova räche mich an dir; aber meine Hand soll nicht wider dich sein. 14 Wie der Spruch der Vorväter sagt: Von den Gesetzlosen kommt GesetzlosigkeitGesetzlosigkeit; aber meine Hand soll nicht wider dich sein. 15 Hinter wem zieht der König von IsraelIsrael her? wem jagst du nach? Einem toten HundeHunde, einem FlohFloh! 16 So sei denn JehovaJehova RichterRichter, und richte zwischen mir und dir; und er sehe darein und führe meine Streitsache und verschaffe mir Recht aus deiner Hand3!

17 Und es geschah, als DavidDavid diese WorteWorte zu SaulSaul ausgeredet hatte, da sprach SaulSaul: Ist das deine Stimme, mein SohnSohn DavidDavid? Und SaulSaul erhob seine Stimme und weinte. 18 Und er sprach zu DavidDavid: Du bist gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes erzeigt, ich aber habe dir Böses erzeigt; 19 und du hast heute bewiesen, daß du Gutes an mir getan hast, da JehovaJehova mich in deine Hand geliefert, und du mich nicht getötet hast. 20 Denn wenn jemand seinen Feind findet, wird er ihn auf gutem Wege ziehen lassen? So möge JehovaJehova dir Gutes vergelten für das, was du an diesem TageTage an mir getan hast! 21 Und nun siehe, ich weiß, daß du gewißlich König werden wirst, und daß in deiner Hand das Königtum IsraelsIsraels bestehen wird; 22 so schwöre mir nun bei JehovaJehova, daß du meinen Samen nach mir nicht ausrotten und meinen NamenNamen nicht vertilgen willst aus dem HauseHause meines VatersVaters! 23 Und DavidDavid schwurschwur SaulSaul. Und SaulSaul ging nach seinem HauseHause; DavidDavid und seine Männer aber stiegen auf die Bergfeste.

Fußnoten

  • 1 W. des
  • 2 O. Und man gedachte dich zu töten
  • 3 d.h. durch Befreiung aus deiner Hand