Nehemia 13 – Studienbibel

Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932 (Vorwort)
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1 An selbigem TageTage wurde in dem BucheBuche MosesMoses vor den Ohren des Volkes gelesen; und es fand sich darin geschrieben, daß kein AmmoniterAmmoniter und MoabiterMoabiter in die VersammlungVersammlung GottesGottes kommen sollte ewiglich; 2 weil sie den KindernKindern IsraelIsrael nicht mit BrotBrot und mit Wasser entgegen gekommen waren, und BileamBileam wider sie gedungen hatten, um sie zu verfluchen1; aber unser GottGott wandelte den FluchFluch in Segen. 3 Und es geschah, als sie das GesetzGesetz hörten, da sonderten sie alles Mischvolk von IsraelIsrael ab.

4 Und vor diesem hatte EljaschibEljaschib, der PriesterPriester, der über die Zellen des Hauses unseres GottesGottes gesetzt war, ein Verwandter des TobijaTobija, 5 diesem eine große Zelle gemacht, wohin man vordem die SpeisopferSpeisopfer legte, den WeihrauchWeihrauch und die Geräte und den Zehnten vom Getreide, Most und ÖlÖl, das für die LevitenLeviten und die Sänger und die TorhüterTorhüter Gebotene, und die HebopferHebopfer der PriesterPriester. 6 Während diesem allem war ich aber nicht in JerusalemJerusalem; denn im zweiunddreißigsten JahreJahre ArtasastasArtasastas, des Königs von BabelBabel, war ich zu dem König zurückgekommen. Und nach Verlauf einer ZeitZeit erbat ich mir Urlaub von dem König; 7 und als ich nach JerusalemJerusalem kam, bemerkte ich das Böse, welches EljaschibEljaschib zugunsten TobijasTobijas getan, indem er ihm eine Zelle in den Höfen des Hauses GottesGottes gemacht hatte. 8 Und es mißfiel mir sehr, und ich warf alle Hausgeräte TobijasTobijas aus der Zelle hinaus; 9 und ich befahl, daß man die Zellen reinigen sollte; und ich brachte die Geräte des Hauses GottesGottes, das SpeisopferSpeisopfer und den WeihrauchWeihrauch wieder hinein.

10 Und ich erfuhr, daß die Teile der LevitenLeviten nicht gegeben worden, und daß die LevitenLeviten und die Sänger, welche das Werk taten, entflohen waren, ein jeder auf sein Feld2. 11 Da zankte ich mit den VorstehernVorstehern und sprach: Warum ist das Haus GottesHaus Gottes verlassen worden? Und ich versammelte sie und stellte sie an ihre Stelle. 12 Und ganz JudaJuda brachte den Zehnten vom Getreide und Most und ÖlÖl in die VorratskammernVorratskammern. 13 Und ich bestellte zu Schatzmeistern über die Vorräte: SchelemjaSchelemja, den PriesterPriester, und ZadokZadok, den Schreiber, und PedajaPedaja, von den LevitenLeviten, und ihnen zur Seite HananHanan, den SohnSohn SakkursSakkurs, des SohnesSohnes MattanjasMattanjas; denn sie wurden für treutreu geachtet, und ihnen lag es ob, ihren BrüdernBrüdern auszuteilen.

14 Gedenke meiner um dessentwillen, mein GottGott, und tilge nicht aus meine guten Taten, die ich am HauseHause meines GottesGottes und an dessen HutHut3 erwiesen habe!

15 In jenen Tagen sah ich einige in JudaJuda, welche am Sabbath die KelternKeltern traten, und Garben einbrachten und auf EselEsel luden, und auch WeinWein, TraubenTrauben und Feigen und allerlei LastLast, und es am Sabbathtage nach JerusalemJerusalem hereinbrachten; und ich zeugte wider sie4 an dem TageTage, da sie die Lebensmittel verkauften. 16 Auch Tyrer wohnten darin, welche FischeFische und allerlei Ware hereinbrachten und sie am Sabbath den KindernKindern JudaJuda und in JerusalemJerusalem verkauften. 17 Da zankte ich mit den Edlen von JudaJuda und sprach zu ihnen: Was ist das für eine böse Sache, die ihr tut, daß ihr den Sabbathtag entheiliget? 18 Haben nicht eure VäterVäter ebenso getan, so daß unser GottGott all dieses Unglück über uns und über diese Stadt brachte? Und ihr mehret die Zornglut über IsraelIsrael, indem ihr den Sabbath entheiliget!

19 Und es geschah, sowie es in den Toren JerusalemsJerusalems vor dem Sabbath dunkel wurde, da befahl ich, daß die Türen geschlossen würden; und ich befahl, daß man sie nicht auftun sollte bis nach dem Sabbath. Und ich bestellte einige von meinen DienernDienern5 über die ToreTore, damit keine LastLast am Sabbathtage hereinkäme. 20 Da übernachteten die KrämerKrämer und die Verkäufer von allerlei Ware draußen vor JerusalemJerusalem einmal und zweimal. 21 Und ich zeugte wider sie und sprach zu ihnen: Warum übernachtet ihr vor der Mauer? Wenn ihr es wieder tut, werde ich Hand an euch legen! Von dieser ZeitZeit an kamen sie nicht mehr am Sabbath. 22 Und ich befahl den LevitenLeviten, daß sie sich reinigen und kommen sollten, die ToreTore zu bewachen, um den Sabbathtag zu heiligen.

Auch das gedenke mir, mein GottGott, und schone meiner nach der Größe deiner Güte6!

23 Auch besuchte ich in jenen Tagen die Juden, welche asdoditische, ammonitische und moabitische Weiber heimgeführt hatten7. 24 Und die Hälfte ihrer KinderKinder redete asdoditisch und wußte nicht jüdischjüdisch zu reden, sondern redete nach der Sprache des einen oder des anderen Volkes. 25 Und ich zankte mit ihnen und fluchte ihnen, und schlug einige Männer von ihnen und raufte sie. Und ich beschwor sie bei GottGott8: Wenn ihr eure Töchter ihren Söhnen geben werdet, und wenn ihr von ihren Töchtern für eure Söhne und für euch nehmen werdet! 26 Hat nicht SalomoSalomo, der König von IsraelIsrael, ihretwegen9 gesündigt? Und seinesgleichen ist unter den vielen NationenNationen kein König gewesen; und er war geliebt von seinem GottGott, und GottGott setzte ihn zum König über ganz IsraelIsrael; doch ihn10 machten die fremden Weiber sündigen. 27 Und sollten wir auf euch hören11, daß ihr all dieses große Übel tut, treulos zu handeln gegen unseren GottGott, indem ihr fremde Weiber heimführet!

28 Und einer von den Söhnen JojadasJojadas, des SohnesSohnes EljaschibsEljaschibs, des Hohenpriesters, war ein Eidam SanballatsSanballats, des HoronitersHoroniters; und ich jagte ihn von mir weg.

29 Gedenke es ihnen, mein GottGott, wegen der Verunreinigungen des PriestertumsPriestertums und des BundesBundes des PriestertumsPriestertums und der LevitenLeviten!

30 Und so reinigte ich sie von allem Fremden12, und ich stellte die Dienstleistungen der PriesterPriester und der LevitenLeviten fest, für einen jeden in seinem Geschäft, 31 und für die Holzspende zu bestimmten ZeitenZeiten und für die ErstlingeErstlinge.

Gedenke es mir, mein GottGott, zum Guten!

Fußnoten

  • 1 Vergl. 5. Mose 23,3.4
  • 2 S. Kap. 12,28.29
  • 3 Eig. an dessen Beobachtungen, Dienstleistungen
  • 4 O. warnte, ermahnte sie; so auch V. 21
  • 5 S. die Anm. zu Kap. 4,16
  • 6 O. Huld
  • 7 Vergl. Esra 9,1; 10,2 usw.
  • 8 O. ließ sie schwören bei Gott und sprach:
  • 9 d.h. der fremden Weiber wegen
  • 10 O. selbst ihn
  • 11 O. und sollte man von euch hören
  • 12 O. allen Fremden