Esra 9 – Studienbibel

Unrevidierte Elberfelder Übersetzung von 1932 (Vorwort)
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Ansicht

1 Und als dieses ausgerichtet war, traten die Obersten zu mir und sprachensprachen: Das Volk IsraelIsrael und die PriesterPriester und die LevitenLeviten haben sich nicht von den Völkern der Länder, nach deren Greueln, abgesondert, nämlich der KanaaniterKanaaniter, der HethiterHethiter, der PerisiterPerisiter, der JebusiterJebusiter, der AmmoniterAmmoniter, der MoabiterMoabiter, der ÄgypterÄgypter und der AmoriterAmoriter; 2 denn sie haben von ihren Töchtern für sich und für ihre Söhne genommen, und so hat sich der heiligeheilige Same mit den Völkern der Länder vermischt; und die Hand der Obersten und der VorsteherVorsteher ist in dieser Treulosigkeit die erste gewesen. 3 Und als ich diese Sache hörte, zerriß ich mein Kleid und mein Obergewand, und raufte mir HaareHaare meines HauptesHauptes und meines BartesBartes aus, und saß betäubt1 da. 4 Und zu mir versammelten sich alle, die da zitterten vor den Worten des GottesGottes IsraelsIsraels wegen der Treulosigkeit der Weggeführten; und ich saß betäubt2 da bis zum Abendopfer3.

5 Und beim Abendopfer stand ich auf von meiner Demütigung, indem ich mein Kleid und mein Obergewand zerrissen hatte, und ich beugte mich auf meine Kniee nieder und breitete meine Hände aus zu JehovaJehova, meinem GottGott, 6 und ich sprach: Mein GottGott, ich schäme mich und scheue mich, mein Angesicht zu dir, mein GottGott, zu erheben! denn unsere Missetaten sind uns über das HauptHaupt gewachsen, und unsere SchuldSchuld ist groß geworden bis an den HimmelHimmel. 7 Von den Tagen unserer VäterVäter an sind wir in großer SchuldSchuld gewesen bis auf diesen TagTag; und um unserer Missetaten willen sind wir, wir, unsere KönigeKönige, unsere PriesterPriester, der Hand der KönigeKönige der Länder übergeben worden, dem SchwerteSchwerte, der GefangenschaftGefangenschaft und dem RaubeRaube und der Beschämung des Angesichts, wie es an diesem TageTage ist. 8 Und nun ist uns für einen kleinen Augenblick GnadeGnade von seiten JehovasJehovas, unseres GottesGottes, zuteil geworden, indem er uns Entronnene übriggelassen und uns einen Pflock gegeben hat an seiner heiligen Stätte, damit unser GottGott unsere AugenAugen erleuchte und uns ein wenig aufleben lasse in unserer Knechtschaft. 9 Denn KnechteKnechte sind wir; aber in unserer Knechtschaft hat unser GottGott uns nicht verlassen; und er hat uns Güte zugewandt vor den Königen von PersienPersien, so daß sie uns ein Aufleben verliehen, um das HausHaus unseres GottesGottes aufzubauen und seine Trümmer aufzurichten, und uns eine Mauer4 zu geben in JudaJuda und in JerusalemJerusalem. 10 Und nun, unser GottGott, was sollen wir nach diesem sagen? Denn wir haben deine GeboteGebote verlassen, 11 die du uns durch deine KnechteKnechte, die ProphetenPropheten, geboten hast, indem du sprachst: Das Land, wohin ihr kommet, um es in Besitz zu nehmen, ist ein unreines Land, wegen der Unreinigkeit der Völker der Länder, wegen ihrer Greuel, mit denen sie es angefüllt haben von einem Ende bis zum anderen durch ihre Verunreinigung. 12 So sollt ihr nun nicht eure Töchter ihren Söhnen geben, und ihre Töchter nicht für eure Söhne nehmen; und ihr sollt ihren Frieden und ihr Wohl nicht suchen ewiglich5: damit ihr stark seiet und das Gut des Landes esset und es auf eure Söhne vererbet ewiglich. 13 Und nach allem was wegen unserer bösen Taten und wegen unserer großen SchuldSchuld über uns gekommen ist - wiewohl du, unser GottGott, mehr geschont hast, als unsere Missetaten es verdienten, und du uns Entronnene gegeben hast, wie diese hier - 14 sollten wir wiederum deine GeboteGebote brechen und uns mit diesen Greuel-Völkern verschwägern? Wirst du nicht wider uns erzürnen bis zur Vertilgung, daß kein ÜberrestÜberrest und keine Entronnenen mehr bleiben? 15 JehovaJehova, GottGott IsraelsIsraels, du bist gerecht; denn wir sind als Entronnene übriggeblieben, wie es an diesem TageTage ist. Siehe, wir sind vor dir in unserer SchuldSchuld; denn dieserhalb kann man nicht vor dir bestehen.

Fußnoten

  • 1 Eig. hinstarrend
  • 2 Eig. hinstarrend
  • 3 Eig. Abend-Speisopfer
  • 4 d.i. einen ummauerten Ort: einen sicheren Wohnsitz
  • 5 Vergl. 5. Mose 23,6