Was ist mit den Menschen, die nie etwas von Jesus gehört haben?

Diese Frage, insbesondere im Blick auf die heidnische Welt, wird oft gestellt. Nun, eine Verantwortung haben alle Menschen, auch die Heidenvölker; denn alle haben gewisse allgemeine Zeugnisse von Gott, z.B. die Schöpfung und das menschliche Gewissen. Es dürfte kaum noch eine große Zahl Länder geben, die nie etwas von der Mission und der Bibel gehört haben. Man hat übrigens bei allen Völkern, in deren Gedankenwelt man bis jetzt eindringen konnte, gewisse Kenntnisse von einem großen Gott, der einst Welt und Menschen erschaffen, von einem Sündenfall, einer Sündflut, von der ersten Geschichte der Menschheit usw. gefunden. Daneben hat man auch mancherorts besondere Zeugnisse, Weissagungen gefunden, welche auf eine kommende Botschaft der Gnade und des Heils hinweisen. Ach, dass die Menschen ihr gefolgt wären! Nun gibt es überall solche, die vielleicht mit Recht sagen könnten: "O, wie gern hätte ich die Botschaft aufgenommen, wenn ich davon gehört hätte! Ich habe mich ja nach Licht gesehnt, aber es ist nicht zu mir gekommen". Ein alter Bruder hat auf eine solche Frage geantwortet: "Der Gott, der das Heilmittel gegeben hat und es kennt, vermag auch dasselbe anzuwenden; wer sind wir, dass wir Ihm Grenzen setzen?" - Ja, lasst uns nicht vergessen, dass Gottes Liebe viel größer ist als wir ermessen können und dass sie mannigfache Wege findet, die bußfertige Seele zum Heil zu führen. Zudem lesen wir im Buch Hiob, dass Gott sich jedem Menschen zwei-, dreimal offenbart, "um seine Seele abzuwenden von der Grube, dass sie erleuchtet werde vom Licht der Lebendigen." (Hiob 33,29-30). Das dürfte jedem Fragesteller genügen. Auffallend aber ist, dass obige Frage den Gläubigen meistens von solchen gestellt wird, welche nicht gewillt sind, mit der Nachfolge des Herrn ernst zu machen und glauben, ihr Gewissen damit beschwichtigen zu können, indem sie meinen, Gott einen Vorwurf machen zu können.


Online seit dem 07.09.2006.


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