Heiligkeit – Bibel-Lexikon

Heiligkeit ist beschrieben worden als „die Wesensart, die sich an der Reinheit erfreut und das Böse zurückweist". Adam und Eva waren „unschuldig", nicht heilig, denn sie mögen sich zwar an der Reinheit erfreut haben, aber sie haben das Böse Satans nicht zurückgewiesen. Gott ist immer heilig, im Himmel gibt es nichts Böses, von dem man sich trennen müsste. Er war heilig, bevor es irgendetwas Böses gab, im Einklang mit seiner Vollkommenheit in allen Dingen. Der Geist ist der Heilige Geist, obwohl er hier unten auf der Erde ist, wo es Sünde gibt. Ebenso war der Herr Jesus in dieser sündigen Welt heilig, lauter und unbefleckt. Gott wird mehrfach „der Heilige Israels" genannt (z.B. Jes 30,12.15), der Herr Jesus wird als „der Heilige" bezeichnet (Mk 1,24; Apg 3,14).

Als die Israeliten aus Ägypten erlöst und für Gott abgesondert worden waren, wurde ihnen gesagt: „Ein heiliges Volk bist du dem HERRN, deinem Gott; dich hat der HERR, dein Gott, erwählt ihm zum Eigentumsvolk zu sein aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind" (5. Mo 7,6). Sie wurden als Auserwählte Gottes betrachtet, als für ihn beiseite gestellt. Dies sollte bei ihnen praktische Heiligkeit hervorrufen, so wie Gott gesagt hatte: „So heiligt euch und seid heilig, denn ich bin der HERR, euer Gott" (3. Mo 20,7). In gleicher Weise ist der Christ geheiligt und gerechtfertigt, und Christus ist ihm von Gott zur Heiligkeit gemacht geworden (1. Kor 1,30), was auf die Berufung Gottes (die eine Trennung bewirkt) sowie die Mittel und das Maß seiner Heiligung hinweist. Als neu in Christus geschaffen ist der Gläubige Teilhaber der göttlichen Natur, so dass Heiligkeit die Folge ist. Er wird auch vom „Vater der Geister" gezüchtigt, damit er Gottes Heiligkeit teilhaftig wird (Heb 12,9.10).

Jemand hat gesagt: „Der Christ ist berufen, heilig zu sein, weil er vollständig für Gott beiseite gesetzt worden ist, in Übereinstimmung mit den Rechten, die Christus in seinem Tod erworben hat. Er verwirklicht dies, wenn er wiedergeboren wird und somit tatsächlich beiseite gesetzt wird, und dann in einem weiteren Schritt - jetzt völliger und mit mehr Einsicht -, wenn er mit dem Heiligen Geist versiegelt wird, als gereinigt durch das Blut Christi." Darauf bauen die praktischen Ermahnungen auf: „Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig in allem Wandel!" (1. Pet 1,15; vgl. 2. Kor 7,1; 1. Thes 4,7; Heb 12,14; 2. Pet 3,11).


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