Versöhnung – Bibel-Lexikon

Hebr. kippur, griech. καταλλαγή, wörtlich „ein vollständiger Wechsel". Durch den Tod des Herrn Jesus am Kreuz überbrückte Gott in Gnade die Kluft, welche die Sünde zwischen ihn und den Menschen getrieben hatte, damit alle Dinge durch Christus angenehm für ihn dargestellt werden könnten. Gläubige sind schon versöhnt durch den Tod Christi, um heilig, schuldlos und untadelig dargestellt zu werden (eine neue Schöpfung; vgl. 2. Kor 5,17; Eph 1,4). Gott war in Christus, als Christus auf der Erde war, um die Welt mit sich selbst zu versöhnen, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend. Weil aber nun die Liebe Gottes am Kreuz völlig offenbart wurde, ging das Zeugnis in die Welt hinaus, um die Menschen zu bitten: „Lasst euch versöhnen mit Gott!" (2. Kor 5,19.20). Letztendlich möchte Gott seinen Gefallen am Menschen haben.

Christus schaffte auch das Gesetz der Gebote in Satzungen ab, damit Juden und Heiden miteinander versöhnt werden könnten in Gott, indem beide in Christus zu einem neuen Menschen gebildet wurden (Eph 2,15.16). Im Ergebnis wird sich die Versöhnung auf alle Dinge im Himmel und auf der Erde erstrecken (Kol 1,20). Die Versöhnung gilt allerdings nicht für die Dinge unter der Erde, und auch nicht für die Verlorenen, obwohl diese bekennen werden, dass „Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters" (Phil 2,10.11).

Siehe auch Sühnung.

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