Simeon – Bibel-Lexikon

Bedeutung des Namens
Simeon (und Simon) = Erhörung

1. Der zweite Sohn von Jakob und Lea, und Ursprung des Stammes, der seinen Namen trägt. Außer dem Angriff, den er mit Levi auf Sichem machte, und seiner Gefangennahme durch Joseph als Geisel ist weiter nichts Persönliches über Simeon niedergeschrieben. Er kam mit Jakob nach Ägypten und nahm seine sechs Söhne mit sich. Beim Verlassen Ägyptens zählte der Stamm 59.300, aber als sie nach den vierzig Jahren Wanderschaft in das Land kamen waren es nur noch 22.200.

Als Jakob seine Söhne segnete, sagte er: „Simeon und Levi sind Brüder, Werkzeuge der Gewalttat ihre Waffen. ... Denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erschlagen und in ihrem Mutwillen den Stier gelähmt. Verflucht sei ihr Zorn, denn er war gewalttätig, und ihr Grimm den er war grausam! Ich werde sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel" (1. Mo 49,5-7). Diese Zerstreuung scheint schon inkraft getreten zu sein, als Mose die Stämme segnete: Simeon wird da nicht erwähnt.

Das Erbteil Simeons lag im äußersten Süden, sie hatten die Philister im Westen und die Wüste Paran im Osten. Bei der Teilung des Königreiches gehörten sie namentlich zu den zehn Stämmen, waren aber von den anderen neun komplett isoliert, so das sie entweder mit den anderen zwei koalierten (davon lesen wir nichts), oder entsprechend der Prophezeiung Jakobs in Israel verteilt waren. Sie waren in gewissem Sinne im Land verloren gegangen. Hesekiel prophezeit, dass wenn in der Zukunft die zwölf Stämme wiederhergestellt werden und das Land neu aufgeteilt wird, der Stamm Simeon sein Anteil haben wird (Hes 48,24-35). Sie werden ebenso in Offenbarung 7,7 erwähnt, wo ein Überrest von ihnen für den Segen versiegelt wird.

2. Ein „gerechter und gottesfürchtiger" Mann in Jerusalem, dem verheißen war, dass er nicht sterben sollte, bis er „den Christus des Herrn" gesehen hätte. Als das Kind Jesus in den Tempel gebracht wurde nahm es Simeon auf seine Arme, lobte Gott und sagte, dass dieser ihn nun in Frieden entlassen würde, weil er das Heil Gottes gesehen hatte (Lk 2,25-34). Er war einer von denen, die nach der Erlösung Israels Ausschau hielten.

3. Einer, der eine fremde Frau geheiratet hatte (Esra 10,31).

4. Ein Sohn von Juda, im Stammbaum des Herrn Jesus (Lk 3,30).

5. Ein Jünger und Prophet in Antiochien, genannt Niger (Apg 13,1).

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