Einspruch – Bibel-Lexikon

Es scheint, dass durch die von Mose gemachten Anordnungen einige der Richter „Richter der Einsprüche" waren. Mose aber, der die Gedanken Gottes kannte, war der oberste Richter (2. Mose 18,13-27). Es ist nicht wahrscheinlich, dass alle Streitfälle während der Errichtung des Königreiches in Jerusalem verhandelt wurden, sondern nur Fälle von Einsprüchen in Verbindung mit der Stammesgerichte. Genau darauf bezog sich Absalom in 2. Samuel 15,2.3. Weitere Hinweise darauf finden wir in 5. Mose 16,18. In 5. Mose 17,8-12 ist es offensichtlich, dass die Gedanken Gottes dort gesucht werden sollten, wo er seinen Namen setzte, falls der Fall für die Richter zu schwierig war. Die jüdischen Schreiber sagen, dass vor und zu der Zeit, als Christus auf der Erde war, Berufungen und Einsprüche durch die verschiedenen Gerichte bis zum Großen Synedrium weiter gereicht werden konnten.

In dem Fall, als Paulus sich auf den Kaiser berief, war es kein Einspruch gegen ein schon gesprochenes Urteil, wie in den Fällen, in denen man heute von Berufung spricht. Paulus wollte lieber vor dem Gericht des Kaisers gerichtet werden, wo er als Römer ein Recht zu hatte, weil er die tödliche Feindschaft der Juden und die Korruption der Landpfleger kannte (Apg 25,11).

Es gibt einen, der „kommt, um die Erde zu richten: Er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit und die Völker in Geradheit." (Ps 98,9)


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