Männer und Frauen nach Gottes Plan
Eine Bibelarbeit zu 1. Petrus 3,1-9

Einleitung: Frauen und Männer

Nachdem Petrus in Kapitel 2 über das „öffentliche“ Leben der Christen als Staatsbürger und im Berufsleben gesprochen hat, wendet er sich zu Beginn des dritten Kapitels dem „privaten“ (häuslichen) Bereich zu und spricht speziell über das Verhalten und die Pflichten von Frauen und Männern, wobei die Ehe besonders im Fokus steht. Im Miteinander von Mann und Frau – speziell in der Ehe – haben wir eine besondere Gelegenheit, christliche Tugenden auszuleben. Die Verbindung zu dem, was Petrus in Kapitel 2 gesagt hat, wird dadurch angedeutet, dass es zweimal „ebenso“ heißt. Die Serie der praktischen Hinweise des zweiten Kapitels wird jetzt abgeschlossen.

Das Neue Testament spricht wiederholt über die Beziehungen von Männern und Frauen. An zwei Stellen geht es um das generelle Verhalten beider Geschlechter1 (1. Kor 11,1–16 und 1. Tim 2.8–15). An anderen Stellen geht es speziell um das Verhalten in der Ehe, z. B. in Kolosser 3,18.19 und Epheser 5,22–33. In unserem Abschnitt in 1. Petrus 3 geht es ebenfalls vornehmlich um die Ehe, allerdings sind einige allgemeine Hinweise enthalten, die nicht nur für die Ehe gültig sind, sondern das generelle Verhalten ansprechen. Es wird unmittelbar klar, dass die Aussagen des Neuen Testaments an allen fünf Stellen kaum in unsere moderne und scheinbar „aufgeklärte“ Zeit hineinzupassen scheinen, weil sie dem Zeitgeist dieser Welt völlig entgegen sind. Dennoch gelten die Anweisungen Gottes unverändert. Wir dürfen sie weder außer Kraft setzen noch relativieren. Gottes Gedanken verändern sich nicht, und wir sind nicht befugt, sie dem Zeitgeist anzupassen. Gott kann vielmehr erwarten, dass wir seinen guten Anweisungen folgen. Er hat sie zum Nutzen und Segen gegeben.

Fußnoten

  • 1 Es sei darauf hingewiesen, dass es nach Gottes Plan in der Schöpfungsordnung genau diese zwei Geschlechter gibt: Männer und Frauen. Das heute immer wieder genannte „dritte Geschlecht“ oder die immer häufiger propagierte „Vielgeschlechtlichkeit“ geht an Gottes Plan für uns Menschen vorbei. Es steht dem Menschen deshalb keineswegs frei, sein Geschlecht selbst zu „wählen“. Nach Gottes Gedanken wird das Geschlecht vom Schöpfer festgelegt.
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