Fundamente des christlichen Glaubens

Einleitung

Fundamente des christlichen Glaubens

Wir leben in einer Zeit, in der nicht nur die Grundlagen der menschlichen Gesellschaft und Moral, sondern auch die Grundlagen des Christentums angegriffen werden. Satan, der Widersacher Gottes und der Menschen, lässt nichts unversucht, das, was noch von Gott in dieser Welt sichtbar ist, zu zerstören. Ganz besonders richtet er sein Augenmerk darauf, dem wahren Christentum den Boden zu entziehen. Er hat im Lauf seiner vieltausend-jährigen Erfahrung durchaus dazugelernt: Bekämpfte er früher die Bibel und die an sie Glaubenden offen mit Gewalt als der brüllende Löwe, so kommt er heute vielfach als Engel des Lichts mit der Bibel in der Hand, um mit geänderter Taktik das gleiche Ziel zu erreichen.

Angesichts dieses ernsten Sachverhalts liegt es uns am Herzen, auf einige der wichtigsten Grundlagen des christlichen Glaubens hinzuweisen. Natürlich können wir in Anbetracht des geringen vorgesehenen Umfanges dieser Arbeit nicht auf alle Grundlagen des Glaubens eingehen, doch möchten wir uns im nachfolgenden mit den vier wichtigsten Grundlagen beschäftigen, auf denen unser Glaube für Zeit und Ewigkeit ruhen darf1

„Der Glaube“ ist eine von Gott selbst benutzte Bezeichnung des wahren Christentums, des christlichen Glaubensgutes. So lesen wir im letzten Brief der Heiligen Schrift, dem Judas-Brief: „Geliebte, indem ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen.“ Es geht nicht um eine Wissenschaft, d. h. nicht um eine Kenntnis, die durch menschliche Forschungen und durch Schlussfolgerungen des menschlichen Geistes erlangt worden wäre, sondern um „den Glauben“, weil er auf Offenbarung gegründet ist, die der Glaube ergreift.

Dieses christliche Glaubensgut ist „den Heiligen überliefert“ worden; es ist nicht Gegenstand ihrer Diskussionen. Zudem ist es „einmal“ überliefert worden, d. h. in einer vollkommenen Form, die nicht der Verbesserung oder der Entwicklung bedarf. Dringender als je ist heute der Appell des Heiligen Geistes an alle Gläubigen auf der Erde, für diesen einmal überlieferten Glauben zu kämpfen. Schon damals hatten sich gewisse Menschen nebeneingeschlichen, welche die Gnade unseres Gottes in Ausschweifung verkehrten und unseren alleinigen Gebieter und Herrn Jesus Christus verleugneten (Jud 4). Wie sehr haben es daher in diesen letzten Tagen die Kinder Gottes nötig, sich auf die Grundlagen des christlichen Glaubens zu besinnen und dafür zu kämpfen! Es ist unser herzlicher Wunsch und unser ernstes Gebet zu Dem, der unser alleiniger Gebieter und Herr ist, dass die nachfolgenden Zeilen jedem gläubigen Leser zur Befestigung seines Glaubens dienen, dass sie aber auch jenen, die dem christlichen Glauben noch fern stehen und noch keine persönliche Begegnung mit dem Herrn Jesus Christus erlebt haben, helfen, zu Ihm als der Quelle des Lebens und des Glückes für Zeit und Ewigkeit zu finden.

Fußnoten

  • 1 Im ersten Kapitel gehen wir auf die Inspiration der Bibel, im zweiten auf das Wesen der Person Christi als Gott und Mensch näher ein. Manche wertvolle Anregung zu diesen beiden Kapiteln verdankt der Verfasser F. B. Holes Büchlein „Foundations of the Faith”. Das dritte Kapitel bringt das Sühnungswerk Christi in den drei Aspekten „Sühnung”, „Stellvertretung“ und „Versöhnung” vor uns. Das abschließende Kapitel schließlich geht auf die große Wahrheit der Auferstehung ein – diese fundamentale Wahrheit, die von vielen ungläubig belächelt wird, ohne die es aber nicht das gibt, was wir „den christlichen Glauben” nennen.
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