Die symbolische Lehre der Stiftshütte

Schaubrotetisch

Der Schaubrotetisch

Wir treten aus dem Allerheiligsten, wo die Lade und der Gnadenstuhl waren, hinaus und betreten das Heilige. Dort sehen wir den Schaubrotetisch und den goldnen Leuchter. Der Erstere wird zuerst erwähnt. Er wurde aus Akazienholz gemacht, welches mit reinem Gold überzogen wurde. Hier wird Christus in Seiner göttlichen Herrlichkeit (reines Gold) und in Seinem Menschsein (Akazienholz) dargestellt.

Dies ist das erste Mal in der Schrift, dass das Wort „Tisch“ erwähnt wird. Der Grundgedanke eines Tisches ist Nahrung und Unterhalt. Der Schaubrotetisch stellt Christus als die Nahrung Seines Volkes dar, nicht in den Lebensumständen der Wüste, sondern im Dienst des Heiligtums. Dies war die Nahrung der Priester.

Das Manna ist die Nahrung, die wir in Verbindung mit den Lebensumständen der Wüste brauchen, und da werden wir durch des Herrn Fürsorge für uns in unseren Prüfungen, Schwächen, Gebrechen etc. ernährt. Jeder von uns kann erzählen, wie wir auf diese Weise gestärkt worden sind. Aber wenn wir in die Versammlung kommen oder persönlich das Wort erforschen, finden wir uns selbst in Gemeinschaft mit einem auferstandenen Christus. „Begnadigt […] in dem Geliebten“ (Eph 1,6), „gesegnet[…] mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christus“ (Eph 1,3). Wir kennen die Liebe des Vaters, wie sie sich offenbart in und durch Seinen geliebten Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. Bei einem solchen Denken sind wir in einer Sphäre, wo es keine Prüfungen und keine Enttäuschungen gibt. Wir nehmen die himmlische Seite der Dinge, und dies wird in dem Bild vom Schaubrotetisch dargestellt.

Die Abmessungen des Schaubrotetisches

Während die Länge und Breite des Schaubrotetisches kürzer war als bei der Lade, war ihre Höhe gleich. Die geringere Länge und Breite sollte zeigen, dass, während die Lade und der Gnadenstuhl im Bild gesehen sozusagen die ganze Welt um sich haben, der Schaubrotetisch bildlich gesehen nur in Verbindung mit dem Volk des Herrn steht. Der Gnadenstuhl ist für alle da; der Schaubrotetisch war nur für die Priester. Dass ihre Höhe gleich ist, stellt dar, dass die Gemeinschaft der Gläubigen in rechtem Verhältnis zu der Fülle des Ortes steht, der durch den Sühntod Christi erworben wurde.

Zwei goldene Kränze

Ein Kranz von Gold ringsum, eine Leiste, eine Hand breit ringsum und ein Kranz von Gold für die Leiste sprachen in zweifacher Weise: 1. davon, wie Gott eifrig über der Wahrheit von der Person Seines geliebten Sohnes wachen würde und 2. wie Gott Sein Volk in der Gemeinschaft mit Christus bewahren würde. Das letztere wird verständlich werden, wenn wir von dem Brot sprechen, das auf den Tisch gelegt wurde.

Ringe, Stangen und Schüsseln

Die Ringe und die Stangen betonen, wie im Fall der Lade, dass wir in der Wüste sind und noch nicht im himmlischen Kanaan angekommen sind. Die Schüsseln, Löffel, Kannen und Schalen wurden alle aus reinem Gold gemacht und verdeutlichen im Sinnbild, dass göttliche Dinge, Gott geweihte Dinge, nicht nach der Meinung der Menschen gehandhabt werden können, sie müssen geistlich gewonnen, zugeeignet und genossen werden. Der Geist Gottes allein kann uns darin helfen.

Die 12 Brote

Auf den Tisch wurden 12 Kuchen oder Brote gelegt. Diese stellten die 12 Stämme Israels dar. Aber es durften nur die Priester die Brote essen, und das an heiliger Stätte, dennoch taten sie es stellvertretend für ganz Israel. Die Priester waren eine stellvertretende Beziehung gegenüber dem Ganzen. Dies war alles sinnbildlich für das Teil des Gläubigen. Alle Gläubigen sind Priester. Christus ist die Nahrung des ganzen Volkes Gottes. Ach! Wie wenig schätzen wir diesen Wert himmlischer Nahrung. Wir sind oft damit zufrieden, in geistlichem Mangel zu leben, während wir im geistlichen Überfluss leben könnten.

Die Kuchen oder Brote sollten aus Feinmehl gemacht werden, was dieselbe Wahrheit verdeutlicht wie die feine Leinwand, nämlich das makellose Leben unseres Herrn Jesus. Feinmehl enthält keine unaufgelösten Körner. Lass Mehl durch deine Hand gleiten: Wie weich ist es. Wie viele Körner und Unebenheiten gibt es doch in unser aller Leben! Bei Ihm jedoch ist alles Vollkommenheit.

Unser Herr unterschied Sich von allen anderen, denn in Ihm verband sich jede Gnade und wahre Güte in aller Fülle und Vollkommenheit. Wir können nicht behaupten, dass er etwas mehr als das andere war. Wo einer auf diesem Gebiet versagt, ein anderer auf jenem, präsentiert Sich der Herr anders als wir alle, indem jede wirkliche Qualität in Ihm voll ausgereift war und sich in Ihm vermischte.

Die Kuchen oder Brote waren gebacken. Mehl muss geknetet und im Ofen gebacken werden, bevor es sich als Speise eignet. Dies versinnbildlicht, dass Christus nicht die Speise Seines Volkes werden konnte, es sei denn durch den Tod. Sein Sühnetod macht den Gläubigen fähig, sich an Ihm zu nähren als der Speise Seines Volkes.

Zwei Zehntel Teig waren in jedem Brot. Das Zehntel spricht davon, dass die Verantwortung voll berücksichtigt ist. Die zwei Zehntel sprechen in dieser Hinsicht von einem angemessenen Zeugnis.

Diese zwölf Brote wurden in zwei Schichten gelegt, sechs in eine Schicht und reiner Weihrauch wurde auf sie gelegt als Sinnbild dafür, wie wohlriechend Christus für Gott ist. An jedem Sabbath wurden sie beständig vor dem Herrn zugerichtet. Sie waren nur Nahrung von Aaron und seinen Söhnen an dem heiligen Ort.

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