Die gegenwärtige Erwartung der Kirche

Vorbemerkung

Die Betrachtungen, die dieser kurze Band enthält, sind auf Verlangen mehrerer Personen, die Anteil, an dem großen Gegenstand nehmen, den sie behandeln, sorgfältig gesammelt worden. Mit Ausnahme der ersten Betrachtung sind sie gerade so veröffentlicht worden, wie der Verfasser sie in der französischen Sprache ohne weitere Vorbereitung gehalten hat, doch so, dass er das Manuskript zweimal durchgesehen hat, bevor es der Presse übergeben wurde. Man erwarte also nichts anderes zu lesen, als äußerst einfache Darstellungen.

Später wurden sie auch ins Englische übersetzt, und nicht ohne Segen verbreitet. Ob sie nun durch die Übersetzung ins Deutsche noch etwas verlieren werden, davon will der noch ungeübte Übersetzer, so leid es ihm übrigens auch tun würde, die Schuld ganz bescheiden auf sich nehmen. Diejenigen, welche eine innere Überzeugung von der hohen Wichtigkeit der in dieser Schrift dargestellten Wahrheit haben, werden darin Grundsätze finden, die deutlich genug ausgedrückt sind, um dem Bedürfnis des Herzens und Verstandes zu entsprechen, so wie auch ganz klare Stellen der Heiligen Schrift, um die Wahrheit dieser Grundsätze zu beweisen.

Der Verfasser dieser Betrachtungen hofft, dass die Aufnahme, die er bei der Darstellung dieser verschütteten Wahrheit unter seinen Brüdern in Frankreich und der französischen Schweiz gefunden hat, ungeachtet der Unvollkommenheit seiner Sprache und anderer noch wichtigerer Fehler, sich auch auf die deutschen Brüder ausdehnen werde.

Nur das Bewusstsein von ihrer Wichtigkeit und die innerste Überzeugung, dass die Zeit nahe ist, und außerordentlich eilt, kann eine Arbeit dieser Art rechtfertigen. Zum Schluss bittet er seine Brüder, sich nicht bei den Einwendungen des menschlichen Geistes aufzuhalten, ähnlich denjenigen, welche die Sadducäer erhoben, indem sie sich auf das Gesetz Moses in Bezug auf die Ehe beriefen, sondern aufmerksam das Wort Gottes zu lesen, zu sehen, was dasselbe sagt, und zu glauben. Der Herr wird schon wissen, alle diese Schwierigkeiten aufzulösen, so wie er alle die Hindernisse überwinden wird, welche das menschliche Herz versucht, ihm entgegen zu setzen.

Man prüfe alles und behalte das Gute: Eine vortreffliche Vorschrift, die auch anwendbar ist, sowie anderswo. Die prophetischen Offenbarungen zu verachten kommt keinem Herzen zu, das sich durch denjenigen Geist leiten lässt, der so viel Gewicht auf diese Gegenstände gelegt hat. Gott wolle seiner Kirche die nötige Sammlung schenken, damit sie aufmerksam sei auf dasjenige, was sich vorbereitet.

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