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Betrachtungen über das zweite Buch Mose

Charles Henry Mackintosh (Biographie)

Gedanken zum 2. Buch Mose


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Einleitung

Im zweiten Buch Mose ist die Versöhnung das zentrale Thema. Mose tritt als der Befreier Israels auf, und das Verhältnis des Volkes Israel zu Gott wird durch das Blut des Passahlammes göttlich geordnet. In verschiedenen Bildern wird uns vor Augen geführt, welche Bedeutung das Kreuz Christi für Gott und für den Menschen hat. Wir sehen Israel hinter den mit Blut besprengten Türpfosten in voller Sicherheit vor dem Schwert des Gerichts, und wir sehen es am anderen Ufer des Roten Meeres der Gewalt seines Unterdrückers glücklich entronnen. Im Bild erkennen wir hier die Stellung jedes wahren Gläubigen. Durch den Tod Christi vom ewigen Gericht und aus der Gewalt Satans befreit, ist er für den Weg durch die Wüste ausgerüstet. Wir hören den Lobgesang der Befreiten angesichts der Fluten, die über ihre Feinde hinweggehen; wir begleiten das Volk bis zu den Palmbäumen und Wasserbächen Elims; wir durchschreiten mit ihm die Sandebenen der öden, pfadlosen Wüste; wir hören sein Murren und blicken mit Bewunderung auf die fürsorgende Hand dessen, der aus dem Felsen Wasser hervorbrechen lässt, der Brot und Fleisch in Fülle sendet, und der in unwandelbarer Treue seinem murrenden Volk das Geleit gibt; wir hören die Donner des Berges Sinai und das leichtfertige Gelübde des Volkes, das sich selbst nicht kennt. Mitten in Rauch und Flammen horcht Mose auf die Worte dessen, der ein verzehrendes Feuer ist, und am Fuß des Berges tanzt das Volk um ein gegossenes Kalb. Wir sehen dann in der Errichtung der Stiftshütte und der Berufung des Priestertums die unverbrüchliche Treue und Fürsorge Gottes, mit der Er seine Beziehungen zu seinem irdischen Volk aufrechterhält und es durch die Wüste leitet.

Alles das zieht bei der Betrachtung des zweiten Buches Mose wie Licht und Schatten an unseren Blicken vorüber. Und während das Neue Testament uns die Tragweite des vollbrachten Werkes und die Schönheit der Person Jesu Christi darstellt, zeigt uns das Alte Testament in seinem nun vor uns liegenden Teil die einzelnen Züge dieses Werkes und dieser Person in klar ausgeprägten Bildern. Jeder einzelne Zug darin ist geeignet, den Leser mit Bewunderung und Anbetung zu erfüllen. Die Wege und Führungen des Herrn mit seinem Volk, die blutbesprengten Türpfosten, die Fluten des Roten Meeres, das Wasser des Felsens, das Brot vom Himmel, die Einrichtung der Stiftshütte und ihre Geräte, der Altar, das Sühnmittel, die Priester und ihre Gewänder, die vorgeschriebenen Waschungen und das wohlriechende Räucherwerk – alles zeigt uns Christus. Er ist das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.

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