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Ein Wort über die christliche Taufe

Rudolf Brockhaus (Biographie)

Vorwort

Nicht ohne Sorge bin ich an die Aufgabe herangetreten, ein Wort über die Taufe zu schreiben, und nur die vielen, seit Jahren an mich gelangten diesbezüglichen Bitten haben mich die entgegenstehenden Bedenken überwinden lassen. Es ist ja bekannt, wie verschiedenartig selbst unter wahren Gläubigen die Ansichten über die Taufe sind, und ich möchte der letzte sein, der durch eine möglicherweise einseitige Behandlung der Frage Unruhe oder gar Ärgernis anrichtete.

Ich denke auch nicht daran, über die verschiedenen Arten der Anwendung der Taufe zu reden, auch nicht die Tauffrage in ihrer kirchengeschichtlichen Bedeutung und Entwicklung aufzurollen. Das haben andere zur Genüge getan. Was mir am Herzen liegt, ist der Wunsch, den Belehrungen, die das Wort uns über die Taufe an die Hand gegeben hat, ohne Voreingenommenheit nachzuspüren und so dem Leser behilflich zu sein, um zu einer klaren Vorstellung darüber zu gelangen, was der Herr uns in der Taufe geschenkt hat und welche Belehrungen der Heilige Geist in den verschiedenen Schriftstellen an sie knüpft. Man sagt immer wieder, und gewiss nicht mit Unrecht, dass die Taufe doch einen so wesentlichen Teil der christlichen Wahrheit ausmache und dass die uns in Verbindung mit ihr gegebenen Unterweisungen so ernst und beachtenswert seien, dass eine ruhige, sachliche Behandlung der betreffenden Stellen nur nützlich und segenbringend sein könne.

Möge denn dieses kurze „Wort über die christliche Taufe" mit dazu beitragen, den geliebten Kindern Gottes den Segen zu vermitteln, der nach ihres Vaters Absicht in dieser schönen und an und für sich so einfachen Verordnung für sie liegt! Unser guter „Herr und Lehrer" aber bewahre gnädiglich vor jeder noch so gut gemeinten Äußerung, die Seine Anerkennung nicht haben könnte und deshalb dem gewünschten Zweck nicht dienen würde!

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