Noah – Bibel-Lexikon
Noach

Bedeutung des Namens
Noah = Trost, Ruhe

Sohn Lamechs, des Nachkommen Seths, und der Vater von Sem, Ham und Japhet. Noah wird als ein gerechter Mann vorgestellt, der vollkommen war unter seinen Zeitgenossen. Er wird als Mann beschrieben, der mit Gott wandelte. Gott offenbarte Noah, dass er die Erde und alles Fleisch auf ihr verderben müsse, weil die Erde voller Gewalttat war. Er forderte Noah auf, eine Arche zu bauen und kündigte an, einen Bund mit ihm errichten zu wollen. Gott selbst würde Noah, seine Frau, seine drei Söhne und ihre Frauen in der Arche retten, sodass sie am Leben bleiben würden. Im N.T. wird uns von der Tatsache berichtet, dass Noah Glauben hatte und in Gottesfurcht dem Auftrag Gottes gehorsam war und so die Arche baute. Er nahm die Warnungen Gottes ernst und ihm lag daran, sein Haus zu retten. Dadurch verurteilte er die Welt und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die durch den Glauben ist. Gottes Rettungsmittel wurde durch den Glauben inmitten des kommenden Gerichts erkannt (vgl. Heb 11,7).

In 1. Mose 6,3 sagt Gott: „Mein Geist soll nicht ewig mit dem Menschen rechten, da er ja Fleisch ist; und seine Tage seien 120 Jahre." Die Menschen wurden auch nach der Flut noch weitaus älter als 120 Jahre, sodass sich dieses Wort Gottes auf die Zeitspanne von der Warnung Gottes bis zur Ausführung des Gerichts durch die Flut zu beziehen scheint. Aus anderen Schriftstellen wissen wir, dass Gott den Menschen Zeit gab, Buße zu tun. „Die Langmut Gottes harrte in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde" (1. Pet 3,20).

Noah wird auch „Prediger der Gerechtigkeit" genannt (2. Pet 2,5). Eine andere Schriftstelle macht uns allerdings klar, dass das Bauen der Arche und die Predigt Noahs keinen Erfolg zeigten. „Sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten - bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging und sie es nicht erkannten - , bis die Flut kam und alle wegraffte" (Mt 24,38.39).

Als Noah und alle Geschöpfe, die mit ihm in die Arche gehen sollten, sich schließlich an diesem sicheren Zufluchtsort befanden, den Gott für sie ersonnen hatte, wird gesagt, dass Gott ihrer gedachte. Zur gegebenen Zeit sorgte er für ein Sinken der Flut, und schließlich forderte er Noah auf, die Arche zu verlassen. Noah hatte erkannt, dass die Erde wieder getrocknet war, aber er wartete auf die Aufforderung Gottes, bevor er die Arche verließ. Die erste Tat Noahs auf einer gereinigten Erde war der Bau eines Altars und die Darbringung eines Brandopfers von allem reinen Vieh und reinen Gevögel. Der Herr roch den lieblichen Geruch - den Duft der Beruhigung - und sprach in seinem Herzen, dass er die Erde nicht wieder um des Menschen willen verderben würde. Auch würde er nicht wieder jede lebendige Seele vernichten, wie er es getan hatte. Aus dieser Begebenheit lernen wir, dass die Regierung Gottes in ihrer Vorsehung auf der Grundlage des wohlgefälligen Opfers des Herrn Jesus ausgeführt wird. Gott segnete Noah und seine Söhne und errichtete seinen Bund mit ihnen und mit jedem lebendigen Wesen und setzte den Regenbogen in den Wolken als das Zeichen für diesen Bund ein. Er gab Noah und seinen Söhne Gewalt und Autorität über alle Tiere der Erde und über alle Vögel des Himmels und dazu die Erlaubnis, Fleisch zu essen, jedoch ohne Blut.

Somit begann Gott, nachdem er den lieblichen Geruch des Brandopfer gerochen hatte (ein Hinweis auf das Opfer des Herrn Jesus, das die Grundlage dafür ist, dass der Erdboden nicht mehr um des Menschen willen verflucht werden wird), eine neue Haushaltung, indem er einen Bund mit Noah und seinen Söhnen einging. Er segnete die Erde und stellte sie unter die Herrschaft Noahs und seiner Nachkommen. Dies war ein neuer Anfang auf einer gereinigten Erde. In 2. Petrus 2,5 und 2. Petrus 3,6.7 werden die „jetzigen Himmel [...] und die Erde" in Gegensatz gesetzt zu der „alten Welt" und der „damaligen Welt". Doch auch in dieser neuen Welt dauerte es nicht lange, bis der Mensch, dem die Regierung anvertraut war, in Sünde fiel. Noah pflanzte einen Weinberg, trank von dem Wein, wurde betrunken und verunehrte Gott und sich selbst und wurde von seinem Sohn verunehrt. Versagen kennzeichnet seitdem wiederum den Menschen.

Noah sprach einen Segen für Sem und Japhet aus. Der Name des HERRN wird mit Sem verbunden, während Japhet als Haupt der Nationen durch Gott ausgebreitet werden wird. Über Kanaan wird ein Fluch ausgesprochen. In 1. Mose 6 bis 9 wird Noah zweimal als ein gerechter Mann bezeichnet. Das stellt ihn auf eine Linie mit Daniel und Hiob, wobei alle diese durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Rettung bewirken konnten, als Gottes Gericht über das Land kam (Hes 14,14.16.20). Siehe Arche und Flut.


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